Pässefahrt 2009:  GenferSee - Verdon

03.07. - 12.07.2009

 

Auch heuer hatte sich im Vorfeld rasch eine knackige (Oldie)-Truppe, garniert mit einigen Youngsters, zusammengefunden.
Ein abgewandelter Radklassiker sollte unter die Pedale genommen werden:
  Genfer See gen Verdonschlucht.

Schon in den Wintermonaten zuvor hatten Alex und ich geplant: angefangen von der passenden Routenfindung über die Wahl der Etappenlängen bis hin zur logistischen Feinarbeit. Die sehr bewährte Methode - als Gefährt ein 8-Sitzer Bus für Personen- und Material- transport, halbtägiger Fahrdienst eines Jeden - wurde per Losent- scheid resp. gütlicher Einigung stets harmonisch in die Tat umgesetzt.

Sehr viel Glück hatten wir mit dem Spontan-Finden und dem qualita- tiven Preis-Leistungsverhältnis der Quartiere insgesamt. Deutlich hervorzuheben ist dabei das 'Hotel du Nord' in St.Jean de Maurienne. Ambiente, Service und Güte der Verpflegung ging unser aller Meinung deutlich über das hinaus, was die Einstufung der zwei Sterne erwarten ließ. Nur zu empfehlen!
Entsprechend verhielt es sich mit dem immer bedeutsamen Wetter. Nur an einem Tag umzingelten uns für kurze Zeit einige Gewitter, und als es wirklich ein paar Minuten schüttete, hatten wir schon unter einem ausladenden Vordach Schutz gefunden. Ansonsten, wenn auch nicht immer gar zu warm, lachte uns jeden Tag eine freundliche Sonne zu - ganz im Gegensatz zur Heimat. Tägliche Konversation damit ließ uns ahnen, wie gut wir es doch getroffen hatten.

Naja, radeln mussten wir schon noch, durchaus, durchaus.
Aber das wollten wir ja schließlich so.
Die großen Klassiker - Madelaine, Galibier, Croix de Fer, Alpe d'Huez, Izoard und der Bonette, und auch weniger bekannte wie etwa der Colombiere - verlangten viele, viele kräftige Tritte in die Pedale.
Fast immer wurde das jedoch gleich durch eine ausgiebige und erholsame Rast am erklommenen Pass egalisiert, wenn auch das zeitliche Eintreffen der einzelnen Kämpfer des Öfteren stark variierte. Natürlich auch bedingt durch die unvermeidlich persönlichen Avancen, unbedingt VOR dem Andern oben sein zu MÜSSEN!?
 Radfahrer eben!
Nur am Bonette war es saukalt, und sehr, sehr steil zum Schluss hin. Oder war es doch nur eine falsche Tagesform? Aber dann diese ellenlange Genussabfahrt - 2000Hm auf meist bestem Straßenbelag! Im oberen Teil noch gut eingepackt, Genuss pur!

Am Abschlusstag in der an Höhepunkten wahrlich nicht armen Zeit noch ein letztes und wahres Highlight:
- die Runde um die Verdonschlucht: >Schau ins Land< pur.

Dann hatten wir es wieder mal geschafft, gut geschafft, und nahezu immer mit einem gehörigem Spaßfaktor:
- insgesamt 15 erwähnenswerte Pässe, dabei ca. 16000Hm und 750km in 9 Tagen geradelt!
Eine uns mittlerweile sehr zufriedenstellende Bilanz.

(PS: erst im April hatte ich mir den Oberschenkel gebrochen. Baldigstes intensives Radeln ließen die Muskeln schnell wieder auf fast Normalniveau steigen. So waren anfängliche Bedenken ob der ausreichenden Form rasch ad acta gelegt.)

Zudem sich bis auf einige luftlose Defekte -gell: Erich!- und ein sich nicht am Auto einfindender Schlüssel - gell: Franz!- bei unserer harmonischen Truppe keine wirklich negativen Aufreger einstellten.

Das erhält die Lust auf Weiteres.
  Neue Ziele finden sich bestimmt wieder ...

Ferdl

 

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Am >Col de Madelaine< - 2000m Höhe exakt!

Der lange Anstieg zum Galibier (oberer Teil)

Tief im Tal: Bourg d'Oisans (Alpe d'Huez)

Auch dazu blieb diesmal Zeit ...

Bestaunenswerte Felsformationen

Hoch über der Verdonschlucht