Biken Alpenbogen: 1996 - 2002

Juli 2002 - Finale

 

Gesamtüberblick:

17. - 13.09.1996 570 km 17500 Hm Bodensee - Königsee
01. - 07.09.2000 450 km 13000 Hm Königsee - Postoijna
27.07.- 03.08.2001 580 km 16000 Hm Rheineck - Montreux
01. - 07.08.2002 700 km 19000 Hm Martigny - Nizza

Begonnen hatten wir den Trail im Herbst 1996, nunmehr Anfang August des Jahres 2002 konnten wir finalisieren. Geschafft!

29 Biketage, 1 solo, teils extrem anstrengend, ob des Geländes oder auch des Wetters wegen, Tagesdistanzen von über 100 km mit der Königsetappe am Mt.Blanc vorbei: 3950 Hm in 11h!

Wir, das waren anfangs Alex, Martin, Erich und ich, dann kam Meikl für Erich dazu. Geboren wurde die Idee nach der Bikewoche Bodensee-Königsee im Jahre 1996.
Die Route strickten wir meist selbst anhand von Detailkarten, noch OHNE GPS, des öfteren wahrlich manchmal nicht gewiss, ob so überhaupt machbar. Damit dürfte die Route in der Gänze wohl ziemlich einzigartig sein, und bleiben??!
Entscheidend für uns bei der Planung der Routenfindung war die Linie. Offensichtliche längere nötige Trage/Schiebestrecken spielten da eine untergeordnete Rolle. In der umgesetzten Tat fragten wir uns allerdings dann doch einige male, ob das so besonders sinnvoll war. Mit dem Verfahren: 'Begleitung' mit Auto, der Fahrer kümmert sich um das jeweilige Quartier, wurde das mitzunehmede Gepäck auf eine Tagesration beschränkt. In vielen Passagen ein entscheidender Zeit- und Gewichtsvorteil, natürlich auch ein großer Gewinn eines viel besseren Spaßfaktors.

In fast allen Passagen völlig allein auf weiter Flur, konnte jeder von uns die sich bietenden unzähligen Eindrücke, was die Alpenwelt in ihrer unglaublichen Vielfalt so zu bieten hat, auf seine ureigene Weise aufsaugen. Und trotz der mehrmals immensen Anstrengung und des technischen Anspruchs, die manche Etappen einem abverlangten - konditionell waren wir eh stets gut drauf! - blieb immer noch Muse, einen wahrhaftigen Bikegenuss zu erleben.

Die vielen, vielen Eindrücke hier zu schildern, sprengt den Rahmen. Als besonders hervorstechend blieben mir haften:
das fürchterliche, krachende 1h-Gewitter bei der Etappe von Postoijna nach Rijeka - Weltuntergang! Da war ich allein unterwegs.
Dann der absolute Bikertraum von Martigny nach Bourg St.Maurice! Diese Etappe hatte alles geboten, was man sich so beim Biken vorstellen und wünschen kann - steile lange Anstiege, rasende Abfahrten, schwere knödelige Schotterpisten, lange Schiebe- und Tragestrecken, traumhafte Trails zum wahren Biken, und dies alles vor einer einzigartigen Kulissee: man hangelte sich an 4000ern wie der Grandes Jorasses, dem zackig zerrissenen Peuteretgrat unmittelbar vorbei und steht dem Monarchen Mt.Blanc mit seinen wild beein- druckenden Fels- und Gletscherflanken nahestens gegenüber. Und wettermäßig hatten wird da einen 1a-Tag erwischt.
Dem war leider nicht immer so. Anhaltender Regen, Regenschauer, Gewitter, Wind, Kälte, usw., all das blieb uns nicht erspart. Wieso auch. Ebenso wenig einige Schweißtreiberei durch die heiße Sonne. Aber wir waren halt in den Alpen unterwegs. Nur manchmal hätte der Wettergott durchaus milder gestimmt sein können.

Vor Unfällen, ernsthaften Stürzen oder dergleichen blieben wir gottseidank verschont, ebenso vor gravierenden Materialdefekten. So konnten wir uns stets mit ganzer Kraft dem Biken widmen.

2002-AlpBog_9.jpg

am ersehnten Ziel

Unvergessen dann auch der sonnige Finaltag Richtung Nizza. Voll entspannt, ohne jeglichen Stress genossen wir zunächst einen phan- tastischen 'Hochblick' auf Monaco, bevor wir in den hektischen Trubel von Nizza-City ein- tauchten.
Es war wirklich geschafft, wir hatten unser Fernziel alle gesund und wohlbehalten erreicht! In voller Montur, die Räder triumphierend in die Höhe gereckt, erweckten wir exotische Meerbesucher unter dem alltäglichen Allerlei dann durchaus einige Aufmerksamkeit am Strand. Unser Hochgefühl und diese Atmosphäre, eingebettet in das mediterrane Flair, kosteten wir so lange wie möglich aus.

Damit hatte ein weiteres Kapitel aus der Reihe meiner Unternehmun- gen mal wieder sein wahrhaft Gutes Ende gefunden!

Und nicht zuletzt dank der teilnehmenden Partner, ohne die sowas nicht möglich gewesen wäre.

Ferdl

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Unsere gesamte Route: 2300km - 65500Hm

Oftmaliges ehrfürchtiges Schauen

Kontraste - im Anstieg zum Richletipass Ch

Meikl beim 'Downhill'

Alex vor der Eigernordwand

Martin bei der trailigen Abfahrt - MtBlancgebiet

der nahe Monarch: Mt.Blanc 4807m

Finale!!

...die spinnen, die Römer!