Marathon: 3-Länder-Giro
So, 09.07.2000
Crew: Otmar Nejtek (07:06h), Andreas Pfichner (07:12h)
Christoph Hepp (07:31h)
Daten: 172km, 3300 Hm
Wetter: Durchwachsen, teilweise sehr kalt, aber trocken
Am 9. Juli 2000, um 6:00 Uhr, versammelten sich rund 1600 Teilnehmer in Nauders am Reschenpass, um die 175 km lange Strecke durch Österreich, Italien und die Schweiz in Angriff zu nehmen. Die Wetterpropheten erwarteten für diesen Morgen Schneeschauer und Tempe raturen um - 3 Grad auf 3000 m, d.h. die Temperatur auf dem zweiten Pass, dem 2757m hohen Stilfserjoch sollte kaum den Gefrierpunkt erreichen. Entsprechend bekleidet mit langen Radhosen und warmen Thermotrikots gingen auch die Teilnehmer vom TSV Unterhaching Otmar Nejtek, Andreas Pfichner und Christoph Hepp an den Start.
Der Reschenpass war schon nach wenigen Kilometern erreicht, und bei starkem Nordwind ging es in rasender Abfahrt nach Prad am Stilfserjoch hinunter. Dort war die Temperatur dank Nordföhn auf angenehme 13 Grad angestiegen und die warme Bekleidung konnte in den Trikottaschen verstaut werden. Nun radelten die Langstreckenfans bei immer besser werdenden äußeren Bedingungen die 39 Serpentinen hinauf zum dritthöchsten Alpenpass. Dort befand sich die wohl höchste Labestation Europas, an der die Kraftreserven mit warmen Getränken, Riegeln, Bananen, Kuchen und belegten Broten wieder aufgefüllt werden konnten. Doch allzu lange wollte man dort nicht bleiben, denn mit ca. 5 Grad war es kalt, aber trocken. Dick eingepackt mit Mütze und Handschuhen ging es in der Abfahrt nach Santa Maria vor allem darum, Hände und Füße warm zu halten, und schnell den warmen Talboden zu erreichen. Der mit 2509m höchste Schweizer Alpenpass wurde dabei kurioserweise in der Abfahrt „bezwungen".
In Santa Maria gab es wieder die Möglichkeit, an einer sehr reichhaltigen Verpflegung den Körper auf den nächsten Anstieg vorzubereiten. Die Sonne hatte sich nun durchgesetzt, und so war der Anstieg zum Ofenpass und die anschließende Abfahrt nach Zernez ohne Schwierigkeiten zu meistern. Hier konnten die Trikotflaschen nochmals gefüllt werden, um dann die 45km lange Strecke durch das Unterengadin nach Martina zu fahren. Da die ca. 600 Teilnehmer von der verkürzten Strecke B (ohne Stilfserjoch) ab Santa Maria auf derselben Route unterwegs waren, gab es ein recht dichtes Feld, und es bildeten sich bei dem nun flachen Gefälle sehr große Gruppen mit mehr als 50 Radfahrern, sodass auch weniger starke Teilnehmer sehr zügig vorankamen. In Martina ließen die meisten Radfahrer die Labestation rechts liegen, denn die verbleibenden 400 Höhenmeter hinauf nach Nauders stellten mit 8% Steigung keine besondere Schwierigkeit mehr dar.
Sieger wurde Manfred Eggensteiner aus Tirol, der Ende August auch den Ötztaler gewinnen konnte. Otmar Nejtek (Jahrgang 42) wurde in nur 7:06:07 333ter und ließ die beiden Youngster Andreas Pfichner (1971) mit 7:12:58 und Christoph Hepp (1969) mit 7:31:36 hinter sich. Für Andreas waren es die ersten Alpenpässe überhaupt, und es hat ihm soviel Spaß gemacht, dass er kurz darauf beschloss, am härtesten Alpenrennen, dem Ötztal-Marathon, teil- zunehmen.Fazit: Ein tolles Erlebnis für alle Teilnehmer, eine Tour, die sich nicht nur wegen des Superradtrikots von Löffler lohnt. Die grandiose Naturkulisse am Stilfser Joch lässt die Anstrengung der 3500 Höhenmeter vergessen, deshalb ist das Ziel im nächsten Jahr wieder unter sieben Stunden beim Giro!
Christoph Hepp
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Auf dem Weg zum Stilfser Joch - 2757m!
Die Strecke: 172km
Höhenprofil (3300Hm)
Pressebericht
www.dreilaendergiro.com
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