Großglockner Marathon

So, 29.08.1999

 

Crew: Annelies Probst (08:21h), Fred Pfefferl (08:20h)
Klaus Pirsig (08:42h), Ferdl Gschwendtner (07:16h)

Daten: 179km, 3200 Hm, ca. 1250 Teilnehmer, davon nur 30 Frauen

Wetter: Regen schon am Start, teilweise trocken, den Glockner rauf
und runter heftige Schauer, insgesamt beschissenst

Angereist und nicht gestartet:
unsere Jugend, die es erkannten und die so einen Kick (eben wie die Reiferen !!!!) nicht unbedingt haben mußten.

Ja, der Großglockner ist schon eine Reise wert, ein Klassiker für Radler! Schon vor 12 Jahren sind wir mit dem Verein in etwa diese Tour gefahren, bei Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und gute Sicht, da hatten wir besonders viel Spaß.

Diesmal starteten wir in Mittersill, es ist schon ein tolles Gefühl, unter den vielen Radlern auf der Straße zum Felberntauern hinauf, ein Radlwurm mit Vielfalt an Farbe und eine zum Teil halbseitig gesperrte Straße.

1999-Glock_4.jpg

Harter Kampf zum Hochthor rauf - 2504m

Mit Schwung und leichtem Regen ging's dann bergab nach Lienz, über einen Zwischenpass ins Mölltal nach Heiligenblut im Sonnenschein. Wir waren soweit recht gut drauf und konnten so manchen Radler, der am Start vor uns war, überholen.

Überholt und eingenebelt hatten uns dann leider auch die Wolken und der Regen. Was ansonsten beim Passfahren so erbauend ist, wenn man an Höhe gewinnt und die Landschaft und das Panorama immer mehr genießen kann, diese Freude war uns an dem Tag leider nicht gegeben. Aufgebaut hätte uns auf dem Pass wahrscheinlich nur eine heiße Suppe noch, die leider nicht vorhanden war. So ging es möglichst flott und ohne großen Aufenthalt über den Pass. Während wir bergab von den Bikern überholt wurden, hatten wir fast Muskelkrämpfe an den Händen – nicht in den Wadeln.

Es war schon leichte Schmerzgrenze, das Bremsen bei Kälte und Regen. Die Aussichten wurden nicht heller, auch nicht im Tal, nein eher grauer und fröstelnder. So düsten wir mit wenig Windschatten (ich hatte wenigstens den Fred, ganz in Goretex vor mir) nach Zell am See hinaus. Inzwischen hatten wir unser Ziel schon sehr herbeigesehnt, denn der Regen wurde nicht weniger.

Gott sei Dank kamen wir unversehrt – zwar nass und durchgeweicht - ans Ziel und gingen dann für wir den Rest des Tages unter die „Warmduscher“.

Annelies

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