Jahresfahrt 2008: Sardinien
06.06. - 15.06.2008
In gewohnt guter Tradition wurde auch heuer an der Jahresfart des Radsportvereins RSV Hachinger Tal festgehalten. Hatten wir uns beim letzten mal in höchst exotischer Weise gen Osten orientiert - Zywiec (Polen, siehe Bericht) - sollte es diesmal wieder der Süden sein: SARDINIEN.
Bestens vorbereitet durch die heuer bereits abgehaltene Trainings- woche (Toskana, April) konnten wir die Insel eigentlich nur genießen. Gehörig mit dazu half das Wetter. Im Frühjahr mit sehr viel Regen bedacht, stand die Insel noch in vollster bunter Blütenpracht, einfach eine Augenweide. Und nur ein halber Regentag während des gesamten Aufenthalts verwehrte uns den Sonnenschein!
36 Teilnehmer durchaus unterschiedlicher Interessenlage bildeten die Mannschaft. Also nicht ganz einfach, organisatorisch jedem gerecht zu werden. Das klappte vorzüglich, da wir stets durch einen großen Bus begleitet wurden. Der Chef der Fa. Weingartner höchstpersönlich ließ es sich nicht nehmen, die ausgehungerten Radler teilweise auch zur Mittagspause kulinarisch zu verköstigen. Eine sehr angenehme Sache. Wurden doch in der Spitze schon mal 150km bei 2500Hm zurück- gelegt. Das verlangte nach rechtzeitiger und reichlicher Auffüllung der Kohlehydratspeicher. Fürsorglich betreut natürlich auch Gruppen, de- ren radlerische Tagesleistung deutlich geringer ausfiel.
Angelandet in Porto Torres (Nordseite), erstes Qaurtier in Badesi Mari bezogen, dann ein Wechsel nach Lanussei (Ostseite), beradelten wir vor allem den nördlichen Teil der Insel. Busanfahrten zu ausgewählten Zielen (7 Radtage) ermöglichten uns einen großen Aktionsradius.
Und alle waren wir uns einig:
Sardinien ist DER Traum für Radfahrer schlechthin!
Das beginnt bei den freundlichen Leuten, den höchst unterschied- lichen
und fantastischen optischen Eindrücken -Meer- und/oder Ge- birgsblicke
wechseln im ständigen Überfluss - , dem fast immer exzellentem
Straßenbelag und endet zu guter Letzt beim minimalen Verkehr außerorts.
Ab und dann fragten wir uns wirklich: gehört uns denn die Straße ganz
allein?
Aber: Sardinien ist hügelig, sehr hügelig. Ebene Strecken sucht man
vergebens, die bleiben auf die Fußböden der Häuser beschränkt. Steigungen
verhalten sich aber allermeist kniefreundlich.
Stets gute Laune der Teilnehemer, nahezu keine Raddefekte, in allen Gruppen immer wieder aufflammende übliche diverse sinnlose Posi- tionskämpfe, am Mittagsbus oftmals beeindruckend dynamisch laut- starkes Essenfassen und vor allem ein gänzlich unfallfreier Verlauf run- deten die Reise perfekt ab.
Es war ein Erlebnis für alle! Ferdl
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