Jahresfahrt 2004: Uha-Straßburg
Sa, 17.07. - So, 25.07.2004
Die reinen Fakten:
| Sa, 17.07.04 | 146 km | 1500 Hm | Uha - Nesselwang |
| So, 18.07.04 | 145 km | 1900 Hm | Nesselwang - Arbon |
| Mo, 19.07.04 | 151 km | 2300 Hm | Arbon - Häusern |
| Di, 20.07.04 | 135 km | 3200 Hm | Häusern - Häusern |
| Mi, 21.07.04 | 128 km | 2100 Hm | Häusern - Kirchhzarten |
| Do, 22.07.04 | 125 km | 660 Hm | Kirchzarten - Straßburg |
| Fr, 23.07.04 | 0 km | 0 Hm | Straßberg |
| Sa, 24.07.04 | 85 km | 1100 Hm | Colmar - Col Schlucht |
| So, 25.07.04 | 0 km | 0 Hm | Heimfahrt |
| Gesamt: | 915 km | 13160 Hm | Uha - Straßburg |
Zeit, wieder an eine ähnlich schöne Jahresfahrt wie die im Jahre 1999 nach Flensburg zu denken. Im Laufe der Zeit wuchs unsere Mannschaft auf 14 Teilnehmer, darunter auch 4 Frauen an. Ein großer Mercedes Sprinter, 9-sitzig, diente als Begleitauto. Schon um Material der Sportler zu transportieren, als auch als höchst willkommener Anfahrpunkt zur leiblichen Stärkung während der Tagesetappen. Ein Handling, das sich bestens bewährt hat. Chauffieren musste jeder von uns.
Lange getüftelt wurde an der Route, um den Wünschen der Teilnehmer, so gut es eben ging, zu entsprechen. Das Ergebnis konnte sich sehr sehen lassen. Zusammen mit dem Wetterglück hatten wir ein mehr als schönes Radelerlebnis, das wir eine ganze lange Woche voll genießen konnten. Ziel war, nicht die kürzest- und schnellstmögliche Strecke zu finden, sondern sich über das Allgäu, den Süden des Bodensees, den Rheinfall und den südlichen Schwarzwald so langsam an das Ziel Straßburg heranzupirschen. Eine abschließende kurze Tour Nähe Colmar in den Vogesen rundete das Event so richtig ab.
1.Tag: Sa, 17.07. Unterhaching - Nesselwang, 146km, 1500Hm
Gut gelaunt und bei strahlendem Sonnenschein setzte sich die Truppe in Bewegung.
Schon nach wenigen Kilometern, am Schäftlarner Berg, war von einer Gruppe nichts mehr zu
erkennen. Vereinzelt fanden sich die Gelbhemden dann im Laufe der Zeit wieder. Ein
unangenehmer "Verhauer" - nur ja so wenig Autokontakt wie möglich!! - in der Nähe von
Peißenberg kostete fast eine Stunde. Bei der Mittagsrast in Böbung hatten wir uns dann alle
wieder. Genussvoll lief es dann durch das beginnende Allgäu. Ein kurzer Regenschauer tat
bei der Hitze sogar richtig gut. Die letzten km zum Tagesziel in Nesselwang hatten wir leider
unangenehm viel Autobegleitung.
2. Tag, So, 18.07. Nesselwang - Arbon (Ch) 151km 2300Hm
Ein kräftiger, aber phantastischer Radeltag erwartete uns. Durch eine vor Wochen getätigte
Tour in diesem Gebiet wussten wir südlich des Grünten ein ganz kleines, ganz verstecktes
Sträßlein, das uns das ungeliebte Oberjoch umgehen ließ. Bald lag uns Sonthofen buchstäblich
zu Füßen, und die weitere Route konnte erahnt werden. Wunderbare Blicke boten sich auf der
für Autos gesperrten Straße durch das Rohrmoos. Eine traumhafte Gasthaus-Aussichtsterrasse
tat ihr übriges. Die Truppe No1 nahm noch den Umweg über Bödele, der mit langen 12% ganz
schön reinhaute. Schnitzeltime dann mit Aussicht auf den Bodensee. Wie erwartet, fanden wir
eine rasche und gute Durchfahrt durch Dornbirn nicht auf Anhieb. Noch ein letzter, knackiger
Anstieg rauf auf Rehetobel, der bei einigen deutliche Spuren hinterließ, und wir konnten lange das
Bodenseepanorama genießen, unser Ziel an diesem Abend. Spät war es heute geworden. Erst nach
18:30Uhr waren wir im Quartier in Arbon.
Ein großes Lob unseren beiden Damen Annelies und Claudia, die diese wahrlich anstrengende
Etappe sehr gut gemeistert hatten.
3.Tag: Mo, 19.07. Arbon - Häusern 135km 1600Hm
Trübes und bedecktes, feuchtes Wetter an diesem Vormittag. Erst ein bisschen Bodenseeradweg,
dann kreuzen im hügeligen Gelände südlich des Sees. Alle blieben wir, inklusive Besichtigung
des Rheinfalls, bis zum Mittagessen - 14:30Uhr! - zusammen. Noch viele Anstiege,
teilweise mit heftigen Schnappern bis zu 18% Steigung, mussten bis zum Etappenziel in
Häusern bewältigt werden. Ein letztes mal runter, zum Schwarzasee. Da wussten wir,
das Tagesziel ist nicht mehr weit. Nach 20Uhr trudelten die Letzten ein, sichtlich froh, das Rad
und sich endlich parken zu können.
4. Tag: Di, 20.07. Häusern - Blauen - Häusern 145km 3300Hm
Heute Ruhetag - nur Radeln zum Schluchsee. Nicht so für Franz, Hans und mich. Wir wollten die
'Königsetappe' angehen. Schwarzwald pur: bis auf die vorbeifliegenden Bäume leider oft wenig
Sicht, nur rauf und runter auf einsamsten, besten Radlerstraßen. Am Blauen erwischte uns
ein unangenehmer Regenschauer. Kalt war die folgende Abfahrt. Eine zum richtigen Zeitpunkt
eingelegte Pause an einem Supermarkt restaurierte uns wieder. Und relativ frisch ob des
geleisteten Tagespensums genossen wir drei das hochverdiente Bier bereits am frühen
Abend auf der Sonnenterrasse unseres Hotels.
5. Tag: Mi, 21.07. Häusern - Kirchzarten 128km 2100Hm
Ein weiteres Highlight! Vorbei an Schluchsee, Titisee, Hexenloch auf wunderschön einsamen
Straßen, verköstigten wir uns nach der langen Abfahrt die Wilde Gutach entlang aus dem
Auto. Den Kandel hoch, wussten die jungen wilden 60iger nicht, wohin mit ihrer Kraft, und
lieferten sich ein Ausscheidungsfahren allererster Hobbyfahrergüte. Noch ein paar Wellen,
dann nur noch reiner Abfahrtsgenuss zum Etappenziel. Am Abend wollte nur noch eine kleine
Truppe Freiburg besichtigen.
6.Tag.: Do, 22.07. Kirchzarten - Straßburg 125km 659Hm
Auf zum Endspurt! Über das Glottertal - Schwarzwaldklinik! - nahmen wir erst den Kaiserstuhl,
folgend die Querung des Rheins ins Visier. Noch etwas Pacen auf dem flachem Terrain mit ziemlich
rauem Belag entlang des 'Gran Canal d'Alsace', schon wurde der Verkehr deutlich dichter, das
Münster von weitem deutlich sichtbar. Auf einem gut ausgebauten Radwegenetz entlang des
Kanals tasteten wir uns bis ins Zentrum von Straßburg vor.
Und dann war das Ziel erreicht: wir GelbHemden standen staunend vor diesem gigantischen
Bauwerk! Bei guter französischer Küche begannen wir schnell mit dem Relaxen.
Aus Kostengründen hatten wir die Nächtigung in Kehl gewählt.
7.Tag: Fr, 23.07. Straßburg - Straßburg 0 km 0 Hm
In Klaus hatten wir wie immer ein zu aller Zeit bereitwilliges Auskunftsbüro, wenn es
Fragen der Geschichte und Kultur betraf. Von der Fülle der Informationen aber schwer gezeichnet,
frönten wir den restlichen Tag mehr den leiblichen Genüssen. Schattige Plätze in 'La petite
France', ein wahrlich wunderschön anzuschauender Stadtteil, waren sehr begehrt.
Bei einem ergiebigen Abendessen fand die Jahresfahrt 2004 einen würdigen Abschluss.
8.Tag: Sa, 24.07. Colmar - Col Schlucht - re, 85km, 1100Hm
Ein Teil der Truppe machte sich mit einem Mietauto bereits auf in Richtung Heimat,
zu neunt fuhren wir noch nach Colmar und von dort aus mit dem Rad zum Col de Schlucht.
Durch heftige Regenschauer gestaltete sich das Wiederfinden aller zwar etwas schwierig, aber
wir fanden uns!
Am nächsten Tag war auch für uns die Heimfahrt angesagt.
Ferdl
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Unsere Truppe
In Münsing - mit Blick auf Zugspitze
Sonthofen liegt uns zu Füßen
... it's Schnitzeltime
Der Bodensee ist erreicht
Am Rheinfall
Konzentriertes Lauschen ...
Annelies - in 'la petite France'
... Löschtruppe!
Am Rheinübergang
Finale in Gelb:
Vor dem Straßburger Münster
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