Südtirol 2003
12.09. - 14.09.2003
Die reinen Fakten:
| Frei, 13.09.03 | 71km | 1900Hm | Pellegrino, Valles |
| Sam, 27.07.03 | 82km | 1900Hm | Duran, Stauranza |
| Son, 14.09.03 | 87km | 2700Hm | Cereda, Pso Rolle |
Lange geplant, angedacht mit reger Anteilnahme der Vereins- mitglieder, sollte es aber ziemlich anders kommen. Zu guter Letzt blieben (nur) 5 Radler übrig - Traudl, Annelies, Fred, Günther und ich, ab Samstag dann noch Jürgen, der uns nachgefahren war. So gab's wenigstens bei der Quartiersuche keinerlei Probleme. Agordo direkt sagte mir mittlerweile weniger zu. Ich kannte diesen nicht besonders attraktiven Ort aus früheren Bergsteigerevents.
In Canale d'Agordo, etwa 250Hm über Talgrund, fand ich dann übers Internet ein ansprechendes Quartier. Vom Wetter her war Südföhn angesagt. Also viel Regen nördlich der Alpen. Früh am Freitag starteten wir. Und siehe da, kaum über den Brenner gefahren und bei dieser Wetterlage immer wieder angenehm überraschend, hellte es bald auf und es herrschte folgend erfreulicherweise richtig eitel Sonnenschein.
Die Quartiere waren rasch bezogen, flott die Pizzen verdrückt, noch schneller
unsere Räder präpariert und los ging's mit viel Elan. Jedoch dann mal 15%,
dann sogar 18% den Pellegrino (1918m) rauf, da musste gekämpft werden.
Zudem blies uns ein eisiger Wind ins Gesicht. So waren wir nur noch zu dritt,
um die vorgesehene Runde über den Passo Valles (2033m) zu beenden.
Wahrlich frisch von dort die lange Abfahrt zurück zum Quartier.
Klar, lange und heiß Duschen obligatorisches Muss!
Samstagmorgen - Jürgen war beim Frühstück zu uns gestoßen - konnten wir zunächst einige Höhenmeter Abfahrt genießen, bevor es über Agordo den Passo Duran (1601m) auf einer wunderschönen und einsamen Radlerstrecke hochging. Kurze Pause, eine steile Abfahrt und erneuter Anstieg zum Passo Stauranza (1773m). Panorama pur dabei - Monte Agner, Civetta, Monte Pelmo! Unmittelbarst vorbei an diesen steilen Berggiganten führten die Straßen . Also mehr als genug zum Schauen. Das ließ die angenehme Plage der hochprozentigen Steilheiten direkt zur Nebensache werden. Die sich länger hinziehende erholsame Einkehr brachte uns gottseidank um den "Genuss" des Passo Giau. Einige Höhenmeter zum Quartier zurück mussten sowieso noch bewältigt werden.
Am nächsten Morgen zwang uns Eiseskälte mit Gefrorenem in geradezu lustvoller Weise zum späteren Start. Die Runde über den Passo Cereda (1369m) mit dem mehrmaligem Auf und Ab und den sich anschließenden Rollepass haute ganz schön rein. Aber beste Übersetzung und sehr angepasstes Tempo ließen uns auch den 23km langen, 1400Hm steilen Rollepass (1970m) locker raufstrampeln. Die Speicher mit genügend Rotwein als erlaubtem Doping aufgefüllt, schreckten die "paar Meter" auf den mittlerweile ja bekannten Passo Valles niemanden mehr.
Dann schnell gepackt. Und endlich mal als Nichtautofahrer gut und sicher nach Hause chauffiert zu werden, das hat auch so seine ange- nehmen Seiten.
Tage dieser Art bleiben zur Nachahmung wärmstens empfohlen!!
Ferdl
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Die Pala im letzten Abendlicht
Staunen vor der Cimone della Pala 3192m
Auffahrt zum Passo Duran 1601m
Blick zum Monte Agner 2872m
Verdiente Rast am Passo Cereda 1369m
Stauranzapass - Pelmo 3168m
Die versammelte Crew
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