Jahresfahrt 1998 - Genf-Nizza

Fr, 03.07. - Fr, 10.07.1998

 

Crew: Traudl und Fred Pfefferl, Annelies Probst, Günther Bartsch, Fritz Fetzer, Willi Schipke

Mit dem Auto, Anfahrt zum Genfer See bei strömendem Gewitterregen über Lindau, Zürich, Thonon - ca. 600 km, gut 7 h

1.Tag: Sa, 04.07.98 Thonon - Albertville, 146km 2800Hm 7h
Bei strahlendem Sonnenschein starten wir von Thonon aus, eine richtige Genusstour, lieblicher Anstieg mit anhaltend gleichmäßiger Steigung und langen Kehren. Passhöhe vom Colombiere 1618 m N.N. Durch eine Umleitung auf der Autobahn über den Aravis nach Albertville zusätzliche Höhenmeter - Horthenzien begleiten uns auf dem Weg - Günther als Fahrer mit aller Zeit der Welt, kommt auf dem Pass sogar noch zum Radlputzen.

2.Tag: So, 05.07.98 Albertville - Valloire, 110km 2900Hm 6h
Anfahrt zum Col de Madeleine, 23 km aufwärts, davon gut die Hälfte überwiegend im Schatten, die obere Hälfte umgeben von mächtigen Schigebieten -- wunderschöne Blumen, Frühling im Gebirge -- Col de Madeleine 2000 m NN Sonne, Windstille, warm -- Brotzeit mit Schinken, Käse, Wein vom Feinsten -- Halleluja!
Nach 20 km Abfahrt auf 450 m NN Hitzestau in La Chambre -- Anfahrt zum Col de la Telegraphe in Beton-Teer-Eisenbahnschienen -- nochmals Anstieg von 1000 Hm nach Valloire - dort sind die Tempe- raturen sehr angenehm Übernachtung in der Post, Essen einheimisch, ländlich, einfach gut.

3.Tag: Mo 06.07.98 Valloire - Briancon, 55km 1400Hm 3h
Start auf 1430 HM, "alles nach links "zum Einfahren. Eine wunderschöne Passstraße, landschaftlich traumhaft schön, Blumen- wiesen überwiegend in gelb, zartes grün oder nur Stein, am Wegrand sogar noch Restschnee, angenehme Temperaturen, strahlend blauer Himmel -- 18km bis zur Passhöhe la Galibier 2645 NN. Mittagszeit unter der Passhöhe auf einem "Naturbalkon" zwischen Vergiss- meinnicht, Hornveilchen und Schusternagerl, die Weite um uns - ein Genuss, der Blick ins Tal - und dann die Abfahrt: das erste Drittel sehr kurze Kehren, ab dem Col du Lautaret weite übersichtliche Kurven, ein warmer Föhnwind treibt uns auf Höchstgeschwindigkeiten ( bei mir 76 km/h) -- 29km geht's nur abwärts -- Briancon ein warmer Kessel!!! - 30°C.
Übernachtung gleich neben der Kirche, einfach -- Gutes Abendessen mit 5 Gängen, unruhige, laute Nacht -- Gewitter nach einem sehr lauen Abend.

4.Tag: Di 07.07.98 Briancon- Jausiers, 95km 2200Hm
Noch leicht feuchte Straßen, aber Sonnenschein, angenehmes Tempo - die Straße zum Col de Izoard ist für Autofahrer zwischen 9:00 - 11.00 Uhr eigentlich gesperrt.
Auf dem Pass saukalt, Fred kommt noch trocken an, nachdem alle oben waren, kommt es zum Hagelschauer, Kälte! Abfahrt alle im Auto, Straße direkt am Hang- Schlucht -- in Guillestre Mittagspause im Stehen, leichter Regen. Fred, Fritz und Günther fahren zum Col de Vars bei Sonne, Regen, Nebel!
Große Skigebiete, oben wieder saukalt. Abfahrt, Hälfte der Strecke sehr schlecht. Insgesamt eine sehr freie sonnige Strecke. Auf dem Radl fühl ich mich doch sicherer als am Steuer eines Autos.

5.Tag: Mi 09.07.98 Jausiers - St.Mart.Vesubie 114km 2900Hm 7h
Königsetappe! Ein wunderschöner Morgen, Sonnenschein pur, aber frisch! Auffahrt zum Col de la Bonette 24 km nur bergauf, angenehme Steigung, wunderschöne Landschaft, unterwegs viele Schafe, kaum ein Auto. Wir fahren lange in der Gruppe zusammen. Hochebene - Weite - Höhe - Halleluja! Nach 3 Std. komme ich mit Traudl auf 2802 NN an, umgeben von Kühle und grauen Felsen, und nicht zu bersehen die vielen, kleinen Gebirgsblumen Von nun an ging’s nur abwärts bergab, 50 km!!!, anfangs recht holprig, Fingerwärmen an den Felgen, sehr viele Schafe. Mittagstisch am Wasserfall und alle Zeit dieser Welt. Bis St. Etienne - de - Tinee eine tolle Schlucht entlang der Straße, Gegenwind, rote Felsen, grünes Wasser und wenig Verkehr. Zum Col de la St. Martin wärmt die Sonne nochmals die Straße gut auf, Kehren mit und gegen den Wind. Quartier in De Buroen, sehr ruhig gelegen, gerade richtig nach so einem ausgiebigen Radltag.

6.Tag: Do 09.07.98 Vesubie - Nizza, 65km 400Hm
Cote d Azur!
Ein toller Weg dorthin. Heute geht's nur noch abwärts, diese Landschaft, das Klima, die Temperaturen, es ist Sommer, ein Genuss keinesgleichen, Nizza, 28°C Sonne, Wärme, Halleluja! Gut angekommen!

Zeit zum Baden im Meer samt Sonnenbad Mittagstisch vom Feinsten von unserem "Franzosen Willi" am Strand. Kulturspaziergang in St. Paul, einem lieblichen Künstlerdorf mit tollen eindrucksvollen Aussichten. Ein feines Abendessen in Vence - am nächsten Morgen ein spätes, aber gutes Frühstück im Garten vom Parc-Hotel unter den Palmen.

Ein wahrer Traum, wenn wir bedenken, dass zuhause Neuschnee auf der Zugspitze liegt.

Annelies

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Relaxte Traudl

Ein langer Anstieg

Landschaft pur

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Günther & Fritz, gut gelaunt