Frühjahrstraining 2009 - Toskana

19.04. - 26.04.2009

 

Einmal ist immer das erste Mal und so fand heuer statt:
  der Abfall der Niederlande, quatsch, der Nichtflieger.
Bei der Festlegung des diesjährigen Reisezieles bildete sich eine zwar in der Abstimmung aber keineswegs in der Praxis zahlenmäßig unter- legene Gruppe, die einfach nicht nach Andalusien fliegen sondern in die Toskana fahren wollte.
Dankenswerterweise hat Ferdl auch für uns Abtrünnige alles bestens organisiert, bevor er sich erst auf den Radweg und dann ins Kranken- haus legte.

So trafen sich also 16 Leute in Marina di Bibbona im gleichen Hotel wie vor Jahresfrist. Das Haus wurde renoviert und erweitert, die Zimmer waren besser als im Vorjahr, die Küche eher nicht, Hotel- nahrung halt. Einigen Zuspruch fand der neue, beheizte Pool. Die Wa- genburg fiel der Neugestaltung der Lobby zum Opfer, aber die Leute, die noch immer Platz für einen Absacker gefunden haben, fanden auch heuer einen.

16 Teilnehmer klingt nach gar nicht so wenig, doch beim extrem heterogenen Aufbau unserer Mannschaft fiel die Zusammenstellung sinnvoller Gruppen nicht immer leicht. Vor allem die Damenriege konnte sich wohl auf kein gemeinsames Tempo einigen, und zerfiel schon am dritten Tag in ihre Bestandteile. So kam ich als Damen- begleiter zu einer schönen Fahrt über Montescudaio und Guardistallo zur Einkehr nach Casale Marittimo und zur nächsten Einkehr nach Bolgheri. Rund 70km und 800Hm sind gewiß nicht von Pappe, man muß sich halt ein bißchen Zeit lassen.
Der nächste Tag sah mich zusammen mit Alex gleich wieder unterwegs mit den Mädels. Alex kannte in Monteverdi einen Laden namens Mucci. Vollgestopft mit Wildschweinschinken, Pecorino, Wurst und Wein sucht der seinesgleichen, ein toskanischer Traum.

Überhaupt hat Damenradeln sehr viel Schönes, aber wir können na- türlich auch anders. Am Mittwoch beispielsweise wiederholten wir die Tour vom Vorjahr, 140km und 1800Hm nach Massa Marittima in Re- kordbesetzung zu sechst. Der Anstieg nach Montebamboli, Schrecken aller Rennradler und Vergnügen der Mountainbiker, durfte nicht fehlen.
Am letzten Tag, Samstag, führte Alex uns noch zu einer echten Spezialität. Bei Lustignano führt die kleine aber immerhin öffentliche Straße nicht über sondern einfach durch den Fluß Cornia. Viel Wasser führt der nicht, aber das könnte ja noch kommen. Brücken sind was für Weicheier, in der Toskana.
Unsere zwei Jüngsten fuhren am gleichen Tag die Inselrunde auf Elba und waren auch sehr begeistert.

Am Ende hatten wir eine prima Woche bei kühlem aber trockenem Wetter in wunderschöner Landschaft auf wiederum fast verkehrsfreien Straßen.
Was will man mehr?

Erich

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Die 'Elite' in Massa Marittima

Der Eine packt's mit Kraft ...

... der andere taktisch!

Im Mucci-Laden

Durch den Fluß und in die Wälder